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6 wissenschaftlich belegte Vorteile von Kartenspielen für die Gesundheit des Gehirns
Vergessen Sie teure „Gehirntrainings“-Apps. Ein einfaches Kartenspiel könnte das wirksamste Mittel sein, um Ihren Geist auch im Alter fit zu halten. Von FreeCell bis Bridge – hier erfahren Sie, was die neueste neurologische Forschung über Ihren Lieblingszeitvertreib sagt.
Die Antwort lautet „Ja“, denn aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Kartenspielen nicht nur ein Zeitvertreib ist. Im Gegenteil: Kartenspiele sind Gehirntraining. Aus neurologischer Sicht fördert Kartenspielen daher die kognitiven Fähigkeiten, und heutzutage ist es ganz einfach, Freecell oder andere Kartenspiele online zu spielen.
Inhaltsverzeichnis
Von der Theorie zur Praxis: Spielmechaniken und ihre positiven Auswirkungen auf das Gehirn
Die Wissenschaft bestätigt zwar, dass Kartenspiele ein „Training“ für den Geist sind, doch nicht jedes Spiel spricht denselben kognitiven Bereich an. Je nachdem, ob Sie Ihre langfristige Planungsfähigkeit verbessern, Ihr Arbeitsgedächtnis schärfen oder einfach nur Stress abbauen möchten, bieten verschiedene Varianten einzigartige neurologische Vorteile. Die folgende Tabelle ordnet diese spezifischen Vorteile für das Gehirn den oben besprochenen beliebtesten Spielen zu.
| Spiel | Hauptvorteil für das Gehirn | Wissenschaftlicher Zusammenhang | Schwierigkeitsgrad |
| Bridge | Soziale Zusammenarbeit & Schlussfolgerungen | Sozialer Nutzen: Verringert Isolation und fördert das logische Denkvermögen. | Hoch |
| Spider Solitaire | Ablaufplanung & strategische Planung | Exekutive Funktionen: Trainiert das Gehirn darin, komplexe, mehrstufige Aufgaben zu bewältigen. | Hoch |
| FreeCell | Tiefgreifende Strategie & Problemlösung | Kognitive Flexibilität: Erfordert einen ständigen Wechsel der Strategie je nach den verfügbaren Spielsteinen. | Mittel |
| Poker | Risikoeinschätzung & Konzentration | Emotionale Regulierung: Steigert den Dopaminspiegel und trainiert gleichzeitig die Konzentration unter Druck. | Hoch |
| Klassisches Solitaire | Mustererkennung | Geistige Beweglichkeit: Hält das Gehirn jung, indem schnelle visuelle Abläufe erkannt werden. | Niedrig |
| Hearts | Arbeitsgedächtnis | Gedächtniserhaltung: Zwingt das Gehirn dazu, gespielte Karten im Vergleich zu verbleibenden Karten im Blick zu behalten. | Mittel |
| Rommé | Anpassungsfähigkeit & Konzentration | Stressabbau: Bietet eine rhythmische, konzentrierte „Auszeit“ vom Alltagsstress. | Mittel |
Die Vorteile von Kartenspielen für das Gehirn – wissenschaftlich belegt
Ihr Gehirn ist wie ein Muskel. Je mehr Sie es mit unterschiedlichen Spielabläufen und Regeln trainieren, desto stärker wird es. Hier erfahren Sie, wie Kartenspiele Ihr Gehirn „trainieren“.
1. Schärft das Gedächtnis
Der offensichtlichste Vorteil von Kartenspielen, egal ob man sie alleine oder mit anderen spielt, ist, dass sie den Einsatz des Gedächtnisses erfordern. Bei Spielen wie „Hearts“ und „Spades“ muss man beispielsweise im Blick behalten, welche Karten bereits gespielt wurden und welche Karten sich noch in den Händen der Gegner befinden. Dieses „Protokollieren“ hilft dabei, das Arbeitsgedächtnis zu stärken. Dies ist besonders für ältere Menschen wichtig, da es die Fähigkeit bewahrt, Informationen im Alltag schnell abzurufen.
2. Fördert strategisches Denken und Problemlösung
Kartenspiele sind wie das Lösen eines Rätsels. Man erhält einen zufälligen Kartensatz und muss entscheiden, wie man am besten vorgeht, um zu gewinnen. Um darin zu glänzen, suchen Spieler manchmal nach der besten Strategie für Freecell und andere Rätselspiele, um ihre Erfolgschancen zu erhöhen. Dies wird durch die „exekutive Funktion“ erreicht, den Bereich des Gehirns, der für Planung und Entscheidungsfindung zuständig ist.
3. Verbessert Fokus und Konzentration
In unserer Welt voller digitaler Ablenkungen erfordern Kartenspiele volle Aufmerksamkeit. Man kann kein Solitaire oder Rommé spielen, während man SMS schreibt. Man muss aufmerksam sein. Deshalb werden Freecell-Spiele online gegenüber Offline-Spielen bevorzugt. Online-Versionen verfügen in der Regel über eine übersichtliche Benutzeroberfläche, die dabei hilft, das Gehirn darauf zu trainieren, Ablenkungen auszublenden.
4. Fördert die kognitive Flexibilität
Die Fähigkeit des Gehirns, den Fokus zwischen zwei Ideen hin und her zu wechseln, wird als kognitive Flexibilität bezeichnet. Für diejenigen, die „Baker’s Game Solitaire“ spielen – eine anspruchsvollere Variante von FreeCell –, ist die kognitive Flexibilität, die für den Umgang mit leeren Feldern und Ablagestapeln erforderlich ist, enorm. „Geistige Beweglichkeit“ trägt dazu bei, das Gehirn jung zu halten.
5. Kann möglicherweise Demenz vorbeugen
Die bislang spannendste Erkenntnis ist jedoch, dass kognitive Aktivitäten eine kognitive Reserve aufbauen können. Mentale Übungen wie das Erlernen von FreeCell-Solitaire und das Ausarbeiten von Strategien, um das Spiel zu gewinnen, halten Ihr Gehirn gesund. Mentale Übungen gelten seit langem als Mittel zur Bekämpfung geistigen Verfalls und sogar von Demenz.
6. Reduziert Stress und hebt die Stimmung
Stress tötet Gehirnzellen ab. Kartenspielen löst die Ausschüttung von Dopamin aus. Ob es sich um ein Kartenspiel für eine Person oder ein Spiel mit Ihrem Kind handelt, bei dem zwei Spieler beteiligt sind – die stressmindernde Wirkung des Kartenspielens senkt den Cortisolspiegel und sorgt dafür, dass Ihr Gehirn nicht von den körperlichen Auswirkungen von Stress beeinträchtigt wird. Dies ist auch der Grund, warum Gedächtnisspiele für Kinder zunehmend von Pädagogen empfohlen werden: Das risikoarme, rundenbasierte Spiel hält den Cortisolspiegel niedrig und beschäftigt gleichzeitig den jungen Geist voll und ganz.
Der soziale Vorteil: Kartenspiele sind auch gut für die emotionale Gesundheit
Zwar hat das Kartenspielen positive Auswirkungen auf die Psyche, doch sollte man den sozialen Aspekt dabei nicht außer Acht lassen. Für ältere Menschen ist das Kartenspielen besonders wichtig, da es ihnen hilft, aktiv am Leben teilzunehmen. Es spielt eine wichtige Rolle dabei, den Geist geistig fit zu halten.
Welche Kartenspiele sind am besten für Ihr Gehirn?
Um das Beste aus dem Gehirntraining herauszuholen, sind einige Varianten anspruchsvoller als andere. Wenn Sie sich beispielsweise selbst herausfordern möchten, könnten Sie die Regeln für „FreeCell“ mit vier Kartenspielen lernen, um das Spiel komplexer zu gestalten. Weitere großartige Optionen sind:
- Bridge: Gilt weithin als der „Goldstandard“ für die geistige Gesundheit.
- FreeCell & Solitaire: Hervorragend geeignet für Einzelspieler, um die Mustererkennung zu verbessern.
- Poker: Hervorragend geeignet für die Regulierung von Emotionen und die Risikoeinschätzung.
- Geschichte von FreeCell Solitaire: Das Verständnis der Ursprünge dieser Spiele kann Ihrem mentalen Training zudem einen unterhaltsamen historischen Kontext verleihen.
Für eine zusätzliche Herausforderung versuchen sich manche Leute sogar an der Lösung schwieriger Rätsel, wie zum Beispiel herauszufinden, wie man das FreeCell-Spiel 11982 meistert, das einst als eines der wenigen unlösbaren Blätter galt.
Fazit
Sind Kartenspiele Nahrung für das Gehirn? Die Antwort lautet definitiv Ja; sie gehören zu den einfachsten und effizientesten Mitteln, um Ihr Gehirn zu trainieren. Ob es nun darum geht, Freecell mit möglichst wenigen Zügen zu lösen, oder einfach nur ein Spiel zur Entspannung mit Freunden ist – Ihr Gehirn bekommt dabei eine große Belohnung.
Wenn Sie das nächste Mal etwas Zeit übrig haben, scrollen Sie nicht durch Ihren Social-Media-Newsfeed, sondern spielen Sie stattdessen ein paar Kartenspiele mit Ihrem Kartenspiel. Ihr Gehirn wird es Ihnen danken.
Häufig gestellte Fragen
- Ja. Beim Kartenspielen werden verschiedene Gehirnfunktionen wie Gedächtnis, räumliches Vorstellungsvermögen und Planungsfähigkeit beansprucht. Diese Aktivitäten halten das Gehirn aktiv und können die kognitiven Fähigkeiten verbessern.
- Kartenspielen ist eine ideale Aktivität für ältere Menschen, um sozial aktiv zu bleiben und kognitiven Beeinträchtigungen vorzubeugen. Das Spiel fördert die Feinmotorik und das Gedächtnis.
- Auf jeden Fall. Das Spielen bietet eine „Auszeit“ von den Sorgen. Erfolge zu erzielen oder ein komplexes Rätsel zu lösen, kann ebenfalls Stress abbauen.
- Beide Aktivitäten sind perfekt! Allerdings erfordert das Kartenspielen mehr Gedächtnisleistung als das Spielen von Brettspielen. Außerdem beinhaltet das Kartenspielen mehrere Wahrscheinlichkeitsberechnungen, während das Spielen von Brettspielen räumliches Vorstellungsvermögen erfordert.

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